Bundesgartenschau 2001 in Potsdam

Gartenkunst zwischen gestern und morgen – Ein Rückblick auf die BUGA 2001

Im Frühjahr 2001 öffneten sich in Potsdam die Tore für eine Bundesgartenschau, die konzeptionell und gestalterisch neue Maßstäbe setzte. Vom 21. April bis zum 7. Oktober präsentierte sich die brandenburgische Landeshauptstadt in einem grünen Gewand. Große Kulissen und berühmte Bauwerke formten nahe Berlin eine gartenarchitektonische Bühne, auf der sich Vergangenheit und Zukunft im Geist der Moderne begegneten.

Die ganze Stadt, deren Kulturlandschaften bereits 1990 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden, war in die Gartenschau einbezogen. Das Zentrum des Gartenschaugeländes bildete eine 73 Hektar große Fläche im Bornstedter Feld nördlich von Sanssouci. Das Areal ist heute ein eigener Stadtteil, in dem bereits rund 6800 Menschen leben, arbeiten und ihre Freizeit genießen. Der Volkspark Potsdam, im Volksmund liebevoll BUGA-Park genannt, ist inzwischen das Herz des ehemaligen Militärgeländes.

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Die spätere Entstehung von Wohn-, Freizeit- und Naherholungsgebieten in dieser Region hatte das Grundkonzept der BUGA 2001 von Anfang an beeinflusst. Das zeigt sich auch in den anderen Themenanlagen, die die Stadtplaner vorausschauend in die behutsame Sanierung der einstigen Sommerresidenz einbanden. So bot die Kulisse „Historische Innenstadt“ zum Beispiel nicht nur Landschafts- und Gartenbauern die Möglichkeit, alte Baumalleen, Lustgärten, Innenhöfe und Exerzierplätze zu restaurieren bzw. neu zu gestalten. Architekten und Bauunternehmen beteiligten sich ebenfalls an der Aufgabe, Potsdam in städtebaulichen Szenen in ein Blütenmeer zu verwandeln, das in der Zukunft für eine hohe Lebensqualität stehen sollte.

Rund 240 Millionen D-Mark ließen Stadt und Land sich das neue Konzept kosten, das aus der 26. Bundesgartenschau ein Paradebeispiel für die nachhaltige Nutzung vergangener und zukünftiger Ressourcen machte. Ob in den Gartenanlagen am Ruinenberg oder in der Bornimer Feldflur, ob auf der Freundschaftsinsel oder auf dem Platz der Einheit: Die bunten Spuren der BUGA 2001 begleiten den Besucher auch heute auf Schritt und Tritt.

Lassen Sie sich auf den folgenden Seiten von einer Gartenschau überraschen, die die Bedürfnisse der Menschen auf besondere Weise mit einer respektvollen Landschaftspflege in Einklang gebracht hat.