Aufgaben & Ziele der Bundesgartenschau

Die vordringlichsten Aufgaben und Ziele einer Bundesgartenschau (BUGA) ergeben sich aus der unternehmerischen Zielsetzung der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG). Deren Gesellschafter – das sind der Zentralverband Gartenbau e.V., der Bund deutscher Baumschulen und der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau – nutzen die vielfältigen Möglichkeiten nationaler und internationaler Ausstellungen, um das eigene Geschäftsfeld zu erweitern und neue Partner zu gewinnen. In Kooperation mit Städten, Gemeinden und Bundesländern treibt die DBG die nachhaltig-profitable Nutzung von Grünflächen voran und wirbt im Sinne einer rentablen Erweiterung des Wohnwerts um Sponsoren- und Fördergelder.

Dafür stellt sie den ausrichtenden Städten und Bundesländern einen gärtnerischen und gartenbautechnischen Erfahrungsschatz zur Verfügung, der in einem Maximum an gartenschautechnischem Know How gipfelt. Die DBG präsentiert sich entsprechend als Dienstleistungsunternehmen, das den jeweiligen Ausrichter berät, unterstützt und gegebenenfalls auch konzeptionell anleitet. Im Zentrum der Zielsetzung steht dabei die Idee, dass jede Gartenschau letztlich der Verbesserung der Lebensqualität dienen sollte. Einwohner und Bürger der ausrichtenden Städte sollten von den gartenbaulichen Maßnahmen, Pflanzungen und Restaurierungen auch dann noch nachhaltig profitieren, wenn die jeweilige Ausstellung ihre Pforten schließt und die Gäste aus aller Welt sich verabschieden. Unter diesem Aspekt prüft die DBG alle eingehenden Bewerbungen besonders sorgfältig – und vergibt einen Standort nur dann, wenn das geplante BUGA-Konzept den modernen Anforderungen gerecht wird.

Darüber hinaus beteiligt sich die DBG selbst an der Umsetzung der genannten Ziele, indem sie den Ausrichtern mithilfe von Machbarkeitsanalysen, PR- und Marketingmaßnahmen, Fördermitteln und einer kompetenten Beratung vor Ort zur Seite steht. So engagiert sich die Gesellschaft nicht nur als Servicepartner, sondern zeichnet selbst mit für das Geschehen verantwortlich, egal, ob es sich innerhalb einer BUGA um eine Pflanzenschau, um einen gartenbaulichen Themenpark oder um eine komplexe Landschaftsgestaltung geht, die ein oder mehrere Stadtviertel betrifft.

Moderne Bundesgartenschauen haben aber noch einen anderen Zweck. In den Ausstellungshallen und auf dem Schaugelände werden heute Fragen zum Klimawandel sowie ökologische und gesundheitspolitische Zusammenhänge diskutiert. Die Einflussnahme des Menschen auf Flora und Fauna drückt sich in vielen Projekten aus, die gerade im Gartenbau unsere nähere Zukunft bestimmen. Der Wunsch nach einer „grünen Stadt“, in der naturnahe Flächen der Gesunderhaltung des Menschen dienen, spielen konzeptionell eine immer größere Rolle. Eine Bundesgartenschau bietet Gärtnern, Landschaftsarchitekten, Gartenbauern und Stadtplanern entsprechend die Möglichkeit, ihre eigene Vision von einer besseren, sprich grüneren Zukunft werbewirksam darzustellen – und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung des Publikums.