Bundesgartenschau Potsdam

Bundesgartenschau in Potsdam

Offizielles Logo der Bundesgartenschau in Potsdam

Bundesgartenschau Potsdam – Ein historisches Fest für die Sinne
Vom 21. April bis zum 7. Oktober 2001 stand Potsdam vor einer besonderen Herausforderung. Denn in dieser Zeit konzentrierte sich das öffentliche Interesse auf die Bundesgartenschau, die die brandenburgische Landeshauptstadt in neuem Licht erstrahlen lassen sollte. Gut 170 Tage lang war die Welt zu Gast in einer Stadt, die sich seit der Wiedervereinigung Deutschlands konsequent um die nachhaltige Sanierung ihres historischen Erbes bemüht.

Rund um das Zentrum des Schaugeländes im Bornstedter Feld breiteten sich verschiedene Themenparks aus, die letztlich die ganze Stadt erfassten. Unter dem Motto „Gartenkunst zwischen gestern und morgen“ entstanden botanische Kulissen, die dem Besucher das Wesen und die charakteristischen Merkmale des einmaligen Potsdamer Kulturerbes nahe bringen sollten. Zu den Hauptattraktionen gehörten unter anderem die Motive „Orte am Fluss“, „Historische Innenstadt“, „Feldflur“ und „Biosphäre Potsdam“.

Ihren Anfang nahm die gartenbauliche Neugestaltung auf einem ehemaligen Militärgelände nördlich von Sanssouci. Das Bornstedter Feld wurde auf 73 Hektar in einen Volkspark verwandelt, der die kriegerische Nutzung hoffentlich bis in alle Zukunft vergessen macht. Schutzwälle, Wallkronen, Brücken und andere bauliche Reste aus der Vergangenheit wurden gezielt in die Parkgestaltung mit einbezogen. Unzählige Anlagen entführten Hobbygärtner, Landschaftsarchitekten und Botaniker in Rosengärten, Staudenwälder, Blumenwiesen und Kräutergärten. Dazu kamen spannende Gartenbauelemente, die gezielt auf häufig gestellte Fragen eingingen. In dieser Rubrik waren von der geschmackvollen Grabbepflanzung bis zur fachgerechten Unterbringung von Kübelpflanzen tatsächlich alle Themen vertreten.
Bis heute beherrschen Blumen und Stauden, Bäume und Sträucher und sogar Obst- und Gemüsebeete die Szene auf dem Bornstedter Feld. Der BUGA-Park oder Volkspark Potsdam bildete bereits im Frühjahr 2001 den Grundstein für ein neu angedachtes Wohngebiet, in dem sich im Lauf der kommenden Jahre rund 18000 Menschen ansiedeln sollten.

Andere gartenbauliche Maßnahmen machten sich das kulturhistorische Erbe Potsdams in seiner ganzen architektonischen Vielfalt zunutze. Die „Orte am Fluss“ begrünten zum Beispiel die vielen Wasserflächen, die dem Stadtbild der einstigen Sommerresidenz schon zu Zeiten des preußischen Hochadels ihren eigenen Stempel aufdrückten. Die „Feldflur“ widmete sich – erstmals in der Geschichte der Bundesgartenschau! – der Gestaltung landwirtschaftlich genutzter Flächen. Grundlage dafür war die sogenannte Lennésche Feldflur, die 1842 vom preußischen König in Auftrag gegeben wurde. Und der Themenpark "Historische Innenstadt" bescherte den Potsdamern eine besondere Freude. Denn mit der Instandsetzung und Neugestaltung des Lustgartens auf dem Gelände des ehemaligen Schlossplatzes bekamen sie ihre älteste Gartenanlage zurück, die in den vergangenen Jahrzehnten sinnentstellt als Parade- und Sportplatz genutzt worden war. Den Bogen sowohl in die Gegenwart als auch in die Zukunft schlug unter anderem das Projekt „Biosphäre Potsdam“, in dessen Mittelpunkt die nachhaltige, menschfreundliche Nutzung gartenbaulicher Maßnahmen stand.

Das dezentrale Konzept der 26. Bundesgartenschau hatte Erfolg, nicht umsonst wurde Potsdam 2004 mit der Goldmedaille im Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ ausgezeichnet.